29. März 2011
Wenn man kurz vor einem Wechsel steht, möchte man so wenig wie möglich falsch machen. Genau so verhält es sich auch bei dem Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in eine private Krankenversicherung. Die richtige Entscheidung zu treffen ist leichter gesagt als getan. Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist mindestens so wichtig wie der Bau eines Eigenheims. Aus diesem Grund muss es auch ernst genommen werden.
Wie mache ich alles richtig?
Zuerst sollte man sich unverbindliche Angebote einholen. So kann man im ersten Schritt schon einmal sehen wie hoch die eventuelle Versicherungsprämie für die PKV ausfallen würde. Diese Informationen sollte man aber nicht zu ernst nehmen. Die Unterschiede sind in der Wirklichkeit enorm. Es sollte lediglich als Richtwert dienen. Hat man diesen Schritt gemeistert, sollte man sich in jedem Fall mit einem professionellen Berater persönlich treffen.
Kann mir ein Versicherungsberater weiterhelfen?
Viele Menschen sind der Meinung, dass ein Versicherungsberater hier nur auf seinen eigenen Erfolg aus ist und nicht wirklich weiterhelfen kann. Leider wissen diese Menschen allerdings nicht, dass ein Versicherungsberater für seine Beratung und Auskunft jahrelang haftet. Kommt es also zu einer Falschberatung, kann man im Zweifel Schadensersatzansprüche geltend machen. Außerdem ist eine professionelle Beratung nicht so zeitaufwendig wie die eigene Recherche im Internet.
Natürlich gibt es aber auch schwarze Schafe in dieser Branche. Als Grundregel gilt: Erzählt einem der Berater ausschließlich positives über die Private Krankenversicherung, handelt es sich schlichtweg um eine Falschberatung. Es gibt nämlich neben den ganzen Vorteilen einer PKV auch viele Nachteile, welche nicht zu unterschätzen sind.
Probiert der Versicherungsberater mit befristeten Aktionen schneller zu einem Abschluss zu kommen, handelt es sich um einen unseriösen Versicherungsberater. Bei dem Abschluss einer PKV gibt es keine Sonderaktionen, welche morgen bereits enden. Für einen PKV Abschluss muss sich so viel Zeit wie möglich und notwendig genommen werden. Das Gespräch sollte in jedem Fall sofort beendet werden.
Eine professionelle Beratung ist vor einem Abschluss Pflicht
Eine kostenlose und vor allem unverbindliche PKV Beratung ist auf alle Fälle Pflicht. Es gibt sehr viele Anbieter im Internet, wo man sofort ohne Risiko und Kosten einen ersten PKV Vergleich machen kann. Man sollte auch keine Angst vor einer Beratung haben. Eines ist klar: Wenn man nicht möchte, muss man auch nicht. Man kann sich zunächst alle Informationen anhören und in aller Ruhe selbst entscheiden, welchen Weg man einschlagen möchte.
Tipps für das Treffen mit dem Berater
Es ist in jedem Fall ratsam, sich die Informationen des Beraters zu notieren und sich am Ende diese Informationen unterschreiben zu lassen. Wie bereits beschrieben, kann der Berater für eine Falschberatung in Verantwortung gezogen werden. Außerdem geht ein Berater ganz anders mit einem um, wenn er sieht, dass Aufzeichnungen geführt werden. Weiterhin kann es auch zum Vorteil sein wenn man sich mit zwei verschiedenen Beratern trifft. So kann man die gesammelten Informationen miteinander vergleichen.
29. März 2011
In der Politik und innerhalb der Gesellschaft wird das Thema der Altersvorsorge immer wieder heiß diskutiert und nicht zu Unrecht gibt es Bedenken und Zukunftsängste, wenn es um die Rente im Alter geht. Als Arbeitnehmer zahlt man heute automatisch einen Teil vom Lohn in die gesetzliche Rentenversicherung ein, welche als Altersvorsorge dient. Nach dem Eintritt in die Rente bekommt man jeden Monat einen festen Betrag ausgezahlt, doch durch die leeren Staatskassen raten die Experten immer öfter, dass man sich schon in jungen Jahren um die eigene Altersvorsorge kümmert und zum Beispiel die private Rentenversicherung für sich nutzt.
Private Rentenversicherung - Die gegebenen Möglichkeiten
Sollte man sich als Arbeitnehmer oder in der Selbstständigkeit für die private Rentenversicherung entscheiden, dann ist es wichtig, sich als Kunde erst einmal einen Überblick am Markt zu verschaffen und ganz genau über die passende Altersvorsorge für den eigenen Lebensstil nachzudenken. Es gibt heute eine Vielzahl von Versicherung, welche das Interesse an der privaten Rentenversicherung für sich nutzen und die Kunden mit guten Angeboten und Tarifen für sich werben wollen. Im Normalfall ist man nach dem Vertragsabschluss gezwungen jeden Monat bzw. nach Quartal einen festen Betrag in die private Rentenversicherung einzuzahlen und dies bis zum Eintritt in die Rente. Diese Beträge können stark variieren und orientieren sich meist daran, welche Rente man später ausgezahlt haben möchte und wie die finanziellen Gegebenheiten sind. Einige legen auch im ersten Jahr direkt einen hohen Betrag an und versuchen so von den anfallenden Zinsen zu profitieren. Diese Zinsen entscheiden darüber, wie hoch später die private Rentenversicherung ausfallen kann und welchen Gewinn man mit dem eigenen Kapital erwirtschaftet.
Wenn es um die Auszahlung der Altersvorsorge geht, dann steht man als Kunde vor der Qual der Wahl und kann sich den kompletten Betrag entweder mit einem Mal auszahlen lassen, oder aber auch monatlich, wie es bei der normalen gesetzlichen Rentenversicherung der Fall ist. Durch die monatliche Auszahlung kann es nicht dazu kommen, dass man die komplette Altersvorsorge sofort nutzt und risikoreich damit umgeht und auch der eigene Lebensstandard lässt sich so im Normalfall gut halten. Laut Experten ist die private Rentenversicherung aber auch mit Nachteilen, denn oft sind die Zinssätze geringer als bei anderen Anlagemöglichkeiten und die potenziellen Kunden verlieren schnell die Übersicht am Markt bzw. fühlen sich nicht gut genug beraten.
Private Rentenversicherung - Augen auf bei der Wahl des Anbieters
Sollte man sich für die private Rentenversicherung entscheiden, dann ist es wichtig, die Unternehmen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Internet gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Webseiten, welche sich mit dem Thema der Altersvorsorge beschäftigen und den Kunden die Möglichkeit bieten Vergleiche durchzuführen und alle wichtigen Informationen mit nur einem Klick zu bekommen. So umgeht man Fehlinvestitionen und kann sicher sein, dass die gewählte Versicherung auch wirklich seriös arbeitet und das eigene Kapital für die private Rentenversicherung gewinnbringend vermehrt.
Fakt ist, dass die private Rentenversicherung in jedem Fall eine gute Alternative zu der normalen Rente ist und sich gerade für junge Menschen wirklich lohnen kann. Durch die sinkende Anzahl an jungen Leuten wird auch weniger in die Kassen gezahlt und damit werden die gesetzlichen Renten auf Dauer gesehen sinken. Mit der eigenen Altersvorsorge kann man diese Einbußen etwas abfangen und sich trotzdem noch einen gewissen Lebensstandard erhalten, welche die gesetzliche Rente nicht mehr möglich machen würde.
08. März 2011
Betrug in der Krankenversicherung ist kein Kavaliersdelikt. Trotzdem gibt es in Deutschland sehr viele Versicherungsnehmer, die ihre Private Krankenversicherung betrügen. Das Betrügen einer PKV kann in verschiedensten Formen geschehen. Mit diesem Beitrag möchte ich allerdings auf zwei spezielle Formen etwas genauer eingehen.
Ursachen und Begründung des Versicherungsbetrugs
Die Ursachen sind auch hier sehr verschieden. Als Beispiel nennen viele Versicherungsnehmer die hohen Kosten der Versicherung in Verbindung mit dem allgemeinen Preisanstieg für Leben und Wohnen.
Als weiterer Grund wird angegeben, dass Versicherungen eh nicht nach kleineren Betrugsfällen fahnden, um sie nicht als Kunden zu verlieren. Aus diesem Grund soll sich ein kleiner Versicherungsbetrug lohnen, da sowieso nichts passieren wird. Das ist allerdings falsch! Alleine aufgrund der Abschreckung wird nach jedem kleinsten Verdacht gefahndet.
Begründet wird der Versicherungsbetrug damit, dass die Versicherungen „eh alle genug Geld haben“ und ein einziger Betrug „doch gar nicht so schlimm ist“ und „gar nicht auffällt“. Die meisten Versicherungsbetrüger haben noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen.
Erster Krankenversicherungsbetrug: Falschangaben bei der Versicherungseröffnung
Falsche Angaben bei dem Eintritt in eine Private Krankenversicherung werden ebenfalls als Versicherungsbetrug angesehen. Um hohe Versicherungsprämien für seine Krankenversicherung zu vermeiden, verschweigen viele Menschen verschiedene Krankheiten. Wenn man Glück hat, kommt man mit seiner Krankheit bei dem Amtsarzt durch und profitiert zunächst von den günstigen Prämien, da man ja „gesund wie ein Turnschuh“ ist.
Das Glück wird aber nicht lange halten. Verschweigt man nämlich einen früheren Bandscheibenvorfall und bekommt mit dem Alter einen erneuten Bandscheibenvorfall, kann es sehr schnell zum Problem werden, wenn heraus kommt, dass diese Art von Rückenleiden bereits einige Jahre zurück liegt. Eine fristlose Kündigung aus der Privaten Krankenversicherung ist dann grundsätzlich die Folge. Mit einer Strafanzeige wegen Krankenversicherungsbetrug sollte man in jedem Fall rechnen.
Zweiter Krankenversicherungsbetrug: Vorlage von fälschlich höheren Arztkosten
Kennt man einen guten Arzt persönlich, kann man mit ihm eine besondere Vereinbarung eingehen. Man macht also z.B. beim Zahnarzt Franz - welcher ein guter Freund von Vater Andreas ist - einen Termin und lässt sich seine Zähne aufhellen. Natürlich ist bei dieser Sitzung keine Arzthelferin dabei – es handelt sich ja hierbei um keinen normalen Patienten, sondern um einen Freund.
Zahnarzt Franz schreibt nach dem Aufhellen der Zähne aber eine Rechnung über eine kostenintensive Wurzelbehandlung. Der Preis für das Aufhellen der Zähne betrug ca. 200 Euro. Durch die angebliche Wurzelbehandlung schreibt der Zahnarzt aber eine Rechnung in Höhe von 1000 Euro. Man vereinbart eine 50/50 Aufteilung des Gewinns. So hat man abzüglich der Kosten für das Aufhellen der Zähne zusätzlich 300 Euro bekommen. Der Zahnarzt Franz steckt sich die anderen 500 Euro ein.
Nicht nachmachen – schwerer Fall von Versicherungsbetrug
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei meinen beiden Beispielen um schwere Fälle von Krankenversicherungsbetrug und Urkundenfälschung handelt. Es entstehen den Assekuranzen durch Versicherungsbetrüger jährlich Milliarden Euro an Schaden. Durch Versicherungsbetrüger steigen die monatlichen Versicherungsprämien stetig an. Weitere Kosten entstehen für die Versicherungsbetrugsabteilung, welche ihre Arbeit sehr gut machen, allerdings ein weiterer Kostenfaktor ist.
Bitte lesen Sie auch meinen Artikel über die Vorteile der PKV gegenüber der GKV.
Ein Satz noch zum Schluss: Lügner haben kurze Beine. Betrug in der Krankenversicherung lohnt sich nicht.
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