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Betrug in der Krankenversicherung ist kein Kavaliersdelikt. Trotzdem gibt es in Deutschland sehr viele Versicherungsnehmer, die ihre Private Krankenversicherung betrügen. Das Betrügen einer PKV kann in verschiedensten Formen geschehen. Mit diesem Beitrag möchte ich allerdings auf zwei spezielle Formen etwas genauer eingehen.

Ursachen und Begründung des Versicherungsbetrugs

Die Ursachen sind auch hier sehr verschieden. Als Beispiel nennen viele Versicherungsnehmer die hohen Kosten der Versicherung in Verbindung mit dem allgemeinen Preisanstieg für Leben und Wohnen.

Als weiterer Grund wird angegeben, dass Versicherungen eh nicht nach kleineren Betrugsfällen fahnden, um sie nicht als Kunden zu verlieren. Aus diesem Grund soll sich ein kleiner Versicherungsbetrug lohnen, da sowieso nichts passieren wird. Das ist allerdings falsch! Alleine aufgrund der Abschreckung wird nach jedem kleinsten Verdacht gefahndet.
Begründet wird der Versicherungsbetrug damit, dass die Versicherungen „eh alle genug Geld haben“ und ein einziger Betrug „doch gar nicht so schlimm ist“ und „gar nicht auffällt“. Die meisten Versicherungsbetrüger haben noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

Erster Krankenversicherungsbetrug: Falschangaben bei der Versicherungseröffnung

Falsche Angaben bei dem Eintritt in eine Private Krankenversicherung werden ebenfalls als Versicherungsbetrug angesehen. Um hohe Versicherungsprämien für seine Krankenversicherung zu vermeiden, verschweigen viele Menschen verschiedene Krankheiten. Wenn man Glück hat, kommt man mit seiner Krankheit bei dem Amtsarzt durch und profitiert zunächst von den günstigen Prämien, da man ja „gesund wie ein Turnschuh“ ist.

Das Glück wird aber nicht lange halten. Verschweigt man nämlich einen früheren Bandscheibenvorfall und bekommt mit dem Alter einen erneuten Bandscheibenvorfall, kann es sehr schnell zum Problem werden, wenn heraus kommt, dass diese Art von Rückenleiden bereits einige Jahre zurück liegt. Eine fristlose Kündigung aus der Privaten Krankenversicherung ist dann grundsätzlich die Folge. Mit einer Strafanzeige wegen Krankenversicherungsbetrug sollte man in jedem Fall rechnen.

Zweiter Krankenversicherungsbetrug: Vorlage von fälschlich höheren Arztkosten

Kennt man einen guten Arzt persönlich, kann man mit ihm eine besondere Vereinbarung eingehen. Man macht also z.B. beim Zahnarzt Franz - welcher ein guter Freund von Vater Andreas ist - einen Termin und lässt sich seine Zähne aufhellen. Natürlich ist bei dieser Sitzung keine Arzthelferin dabei – es handelt sich ja hierbei um keinen normalen Patienten, sondern um einen Freund.

Zahnarzt Franz schreibt nach dem Aufhellen der Zähne aber eine Rechnung über eine kostenintensive Wurzelbehandlung. Der Preis für das Aufhellen der Zähne betrug ca. 200 Euro. Durch die angebliche Wurzelbehandlung schreibt der Zahnarzt aber eine Rechnung in Höhe von 1000 Euro. Man vereinbart eine 50/50 Aufteilung des Gewinns. So hat man abzüglich der Kosten für das Aufhellen der Zähne zusätzlich 300 Euro bekommen. Der Zahnarzt Franz steckt sich die anderen 500 Euro ein.

Nicht nachmachen – schwerer Fall von Versicherungsbetrug

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei meinen beiden Beispielen um schwere Fälle von Krankenversicherungsbetrug und Urkundenfälschung handelt. Es entstehen den Assekuranzen durch Versicherungsbetrüger jährlich Milliarden Euro an Schaden. Durch Versicherungsbetrüger steigen die monatlichen Versicherungsprämien stetig an. Weitere Kosten entstehen für die Versicherungsbetrugsabteilung, welche ihre Arbeit sehr gut machen, allerdings ein weiterer Kostenfaktor ist.

Bitte lesen Sie auch meinen Artikel über die Vorteile der PKV gegenüber der GKV.

Ein Satz noch zum Schluss: Lügner haben kurze Beine. Betrug in der Krankenversicherung lohnt sich nicht.

Kommentare  

 
0 #1 PKV11.de 2011-06-08 12:47
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0 #2 PKV11.de 2011-06-08 12:48
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