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Hallo, ich bin 24 Jahre jung, lebe in der schmutzigen aber dennoch schönen Stadt Berlin und arbeite selbstständig an verschiedenen Projekten. Am Wochenende unternehme ich sehr gerne etwas mit meinen Freunden und gebe hier auch sehr viel Geld aus. Die Geschäfte laufen noch nicht so gut, ich lebe noch zu Hause bei meinen Eltern und bin Familienversichert.

Aber in naher Zukunft plane ich mein Geschäftsmodell auszubauen und dann wird mit Sicherheit sehr viel Geld auf meinem Konto einfließen. Ich habe mir auch schon überlegt, welches Auto ich mir in Zukunft anlegen werde. Es soll ein Audi TTS Jahreswagen werden. Auf diversen Internetportalen betrachte ich mein Traumauto nahezu täglich.

Alles schön und gut. Es gibt da allerdings ein Problem, welches mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. Soll ich weiterhin gesetzlich versichert bleiben und lohnt sich sogar ein Wechsel in die Private Krankenversicherung? Mein Vater sagte mir einmal, dass die Entscheidung für dich richtige Krankenversicherung mindestens so wichtig ist wie Wahl zwischen Eigentumswohnung und Einfamilienhaus.

Von einem Bekannten habe ich gehört, dass man als freiwillig Versicherter über 15% vom Bruttoumsatz an die gesetzliche Krankenkasse abdrücken muss. Zumal ja Bruttoumsatz auch nicht gleich mein Gewinn ist. Das ist schon ein enormer Betrag, wenn ich überlege, wie viel Geld ich einmal verdienen möchte. Na gut, es gibt ja noch die Bemessungsgrundlage. Demnach würde ich max. ca. 500 Euro für meine Krankenversicherung einplanen müssen.

Aber kommen wir nochmals zu der PKV zurück. Was bringen eigentlich die unzähligen Versicherungsvergleiche im Internet? Macht so etwas wirklich Sinn? Ich habe gehört, dass es völlig kostenlos und unverbindlich sein soll. Man bekommt dann Angebote für Krankenversicherungen per Email zugesendet und kann so sehen, wie hoch der Beitrag wäre. Ich glaube, ich werde mal so einen kostenlosen Versicherungsvergleich für die PKV machen.

Dann sagen auch viele, dass ich mich unbedingt mit einem Berater treffen soll. Aber ist so ein Berater nicht ausschließlich auf seinen eigenen Profit aus? Ich meine, der  verkauft doch mit Sicherheit nur das, was ihm am meisten Provision bringt. Oder gibt es auch seriöse Versicherungsberater? Ich möchte doch für mich nur das Beste vom Besten.

Anmerkung: Dieser Text war diesmal von einer anderen Perspektive geschrieben. Natürlich benötige ich für meine Entscheidung, ob ich in die PKV wechseln sollte, keinerlei Beratung. Ich bin glücklich in einer PKV versichert und kann es jedem jungen und selbständigen Menschen auch nur empfehlen. Ein vorheriger PKV-Vergleich kombiniert mit einem unabhängigen Beratungsgespräch ist meiner Meinung nach allerdings Pflicht.

Kommentare  

 
+2 #1 Peter 2011-02-19 19:46
Privat oder Gesetzlich KV das ist hier die Frage?

Zwar ist die private vor allen wenn man noch Jung ist meist billig, aber hier muss man bedenken

- Die Beiträge richten sich nach den persönlichen Risiko und nicht den aktuellen Einkommen. Wer älter ist wird mehr zahlen müssen als in junge Jahren.

- Auch für Kinder oder nicht erwerbstätige Partner muss ein eigene Beitrag entrichtet werden.

- Der Wechsel zu PKV ist endgültig. Es gibt so gut wie kaum ein Weg wieder in die GKV.

Trotzdem würde ich fast jeden in junge Jahren dazu raten ein Wechsel zu PKV mal näher zu betrachten. Die Leistungen sind meist besser aber noch wichtiger diese können im Gegensatz zu GKV nicht einseitig gekürzt werden.
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0 #2 Michael 2011-02-24 20:57
Hallo Peter,

wie gesagt, der Wechsel in die PKV bleibt in der Entscheidung eines jeden einzelenen! Trotzdem finde ich es vernünftig zumindest einen Vergleich zu machen. Man sollte auch keine Angst vor einem Berater haben. Man ist ja nicht verpflichtet etwas bei ihm zu kaufen, viel mehr möchte man sich ja über die PKV informieren und einfach mal sehen, ob ein Wechsel überhaupt lohnt.

Mit den "Kindern oder nicht erwerbstätige Partner" gebe ich dir vollkommen recht. Das ist ein Vorteil der GKV und kostet bei der PKV nur zusätzlich.

Der Wechsel in die PKV ist nicht vollkommen endgültig! Mann kann innerhalb von 5 Jahren immer wieder zurück in die GKV, das stellt keine Probleme dar. Nach den 5 Jahren ist man an die PKV gebunden, kann aber trotzdem wieder zurück in die gesetzliche KV, wenn man z.B. Hartz4-Empfänger wird.

LG Micha
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